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Zeichen der Hoffnung – Zeitzeugenprojekt 2009
Bereits zum vierten Mal fand in der Leibnizschule das Projekt des Vereins „Zeichen der Hoffnung“ statt, bei dem polnische Zeitzeugen über ihr Leben während der Zeit des Nationalsozialismus erzählen. Geladen waren in diesem Jahr drei Personen, die die Schrecken dieser Zeit in den Konzentrationslagern persönlich miterlebt haben. Nach einer kurzen Vorstellung des Vereins durch Herrn Kruszynski begannen die Teilnehmer zu erzählen: von Festnahme, Aufenthalt und Befreiung aus den Lagern durch die Alliierten. Erzählt wurde von den katastrophalen hygienischen und medizinischen Zuständen in den Konzentrationslagern und den Schicksalen der Beteiligten. Eine der Zeugen erzählte vom Leben als Säugling im KZ Auschwitz, nachdem ihre Mutter sie in diesem zur Welt gebracht hatte und von den Folgen die dies für ihr weiteres Leben hatte. Andere erzählten von an ihnen durchgeführten pseudomedizinischen Versuchen und den daraus resultierenden Krankheiten und körperlichen Veränderungen. Auch von der totalen Abwesenheit menschlicher Moral wurde berichtet, wobei die Inhaftierten sich gegenseitig das Stück Brot, welches sie als einzige Nahrung am Morgen bekamen, stahlen. Natürlich gab es auch gute Erfahrungen. So erzählte eine der Zeuginnen von einem Angehörigen der SS, der ihr durch den Hinweis, nicht mit den anderen Kindern in einen Lastwagen zu steigen, das Leben gerettet hat oder von deutschen Familien, die sie nach der Befreiung durch die Alliierten mit offenen Armen empfangen hatten und sich um sie kümmerten. Im Anschluss an diese Vorstellung hatten die Schüler noch die Gelegenheit, ihre Fragen an die Zeitzeugen zu stellen, die sie auch vollends nutzten. Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg: Die Schüler nahmen das Thema sehr ernst und zeigten sich sichtlich interessiert an den Ereignissen der Vergangenheit und den Erlebnissen der Projektteilnehmer. |
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